BS IT 42

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Monitoring aktiv, rund um die Uhr Über 70 Unternehmen im Blick Windows, macOS und Linux aus einer Hand Antwort aus Ortenberg, nicht aus dem Callcenter
42
Zeitreise

Am 2. April 2003
haben wir angefangen.

Was seitdem in unserer Firma passiert ist, interessiert Sie vermutlich weniger. Was in der Computerwelt passiert ist, dagegen schon. Denn das meiste davon haben Sie selbst miterlebt.

Was es damals schon gab

E-Mail und das Web waren im Büro angekommen, Windows XP lief auf fast jedem Schreibtisch, Mac OS X war zwei Jahre alt, und wer schnelles Internet wollte, hatte DSL mit einem Megabit. Handys konnten telefonieren und schreiben. Fotos machte man mit einer Kamera, Musik lief von CD, und Filme kamen aus der Videothek.

Ihre Branche

Vieles galt für alle. Manches nur für Sie. Wählen Sie aus, dann bleibt daneben stehen, was in Ihrem Fach passiert ist.

Schreibtisch der frühen Zweitausender mit Röhrenmonitor, Rohlingen und Modem
2003 bis 2006

Alles kommt ins Netz

Breitband löst das Einwählen ab, die ersten Dienste ziehen ins Web. Was heute selbstverständlich ist, wird in diesen Jahren erfunden.

2003

Wir fangen an

Am 2. April 2003 gegründet, damals noch als Baden Sycomp.

SATA löst IDE ab

Statt breiter Flachbandkabel im Rechner nur noch ein dünnes Kabel je Platte. Klingt banal, war das Ende der Bastelei im Gehäuse.

Skype

Telefonieren über das Internet, kostenlos, quer über den Globus. Damals eine kleine Sensation.

Windows Server 2003

Der Server, der in vielen Betrieben die nächsten zehn Jahre laufen sollte. Manche liefen deutlich länger.

Eine große Festplatte

250 GB

Gezeichnet wird in zwei DimensionenPlanung

CAD hat das Reißbrett abgelöst, aber der Plan ist noch ein Strichbild. Was gebaut werden soll, entsteht im Kopf des Planers, nicht im Modell.

Die Akte ist aus PapierKanzleien

Einzelbüros, Sekretariat, Aktenzimmer, Poststelle. Der Rechner schreibt Schriftsätze, aber die Kanzlei läuft auf Papier.

Fester Platz, fester RechnerAgenturen

Jeder hat seinen Schreibtisch und darauf steht sein Rechner. Wer nicht da ist, arbeitet nicht, denn die Daten liegen auf genau dieser Maschine.

2004

Gmail

Ein Gigabyte Speicher fürs Postfach, kostenlos. Andere Anbieter gaben damals 10 Megabyte. Viele hielten es für einen Aprilscherz, es war einer, aber echt.

Facebook

Startet als Netzwerk für amerikanische Studenten. Bis es in Deutschland ankommt, dauert es noch Jahre.

Firefox 1.0

Der erste ernsthafte Wettbewerb für den Internet Explorer seit Langem.

Die Praxis wird digitalPraxen

Der Rechner rückt vom Empfang ins Behandlungszimmer. Die erste digitale Röntgentechnik kommt, sonst bleibt vieles beim Alten.

Die Warenwirtschaft löst den Ordner abHandwerk

Material, Preise und Lieferanten wandern aus dem Regal in eine Datenbank. Ab jetzt hängt der Einkauf an einem Server, der laufen muss.

2005

YouTube

Bewegtbild im Browser ohne Zusatzsoftware. Vorher war ein Video im Netz eine Zumutung.

Google Earth

Zum ersten Mal sieht jeder sein eigenes Dach von oben. Ein Aha-Moment, den fast jeder erinnert.

Die Recherche wandert ins NetzKanzleien

Kommentare und Rechtsprechung kommen aus der Datenbank statt aus dem Regal. Die Bibliothek wird kleiner, die Internetverbindung wichtiger.

2006

Die Cloud beginnt, ohne dass es jemand merkt

Amazon vermietet Speicher und Rechenleistung im Netz. Es dauert Jahre, bis klar wird, dass damit ein ganzer Industriezweig entsteht.

Twitter

Nachrichten in 140 Zeichen.

Hand mit einem schwarzen Touchscreen-Telefon, daneben zwei alte Tastentelefone
2007 bis 2011

Alles wird mobil

Das Telefon wird zum Computer, der Computer wandert ins Rechenzentrum. Beides zusammen verändert, wie und wo gearbeitet wird.

Das Röntgenbild kommt aus dem RechnerPraxen

Digitales Röntgen und OPG lösen die Dunkelkammer ab. Kein Entwickeln mehr, dafür neue Geräte, neue Strahlenschutzplanung und Bilder, die gesichert werden wollen.

Das WLAN kommt ins BüroAgenturen

Arbeiten wird ortsunabhängig, wenigstens innerhalb des Hauses. Damit stellt sich zum ersten Mal die Frage, wer eigentlich alles im Netz ist.

2007

Das iPhone kommt nach Deutschland

Am 9. November, exklusiv bei T-Mobile, 8 Gigabyte für 399 Euro mit Zweijahresvertrag. Der Tag, an dem das Telefon aufhörte, nur ein Telefon zu sein.

Erste SSDs in Notebooks

Kein Motor, keine Scheibe, kein Geräusch. Anfangs winzig und sehr teuer.

Internet zuhause

6 Mbit

3D wird praxistauglichPlanung

Aus dem Gebäudemodell wird ein Werkzeug für den Alltag statt einer Fleißarbeit für den Wettbewerb. Aus Linien werden Bauteile, die etwas über sich selbst wissen.

Die Maschine bekommt eine DateiHandwerk

Schreinerei, Metallbau und Fensterbau steuern die CNC aus dem Zeichenprogramm. Ein Fehler in der Datei ist ab jetzt ein Fehler im Werkstück.

Der Laptop löst den Turm abAgenturen

Gestaltet wird beim Kunden, im Zug und zu Hause. Die Daten reisen mit, und damit reist auch das Risiko mit.

2008

Wir werden Starface-Partner

Damals in Version 3. Aus einem Nebenthema wird ein eigenes Standbein, und aus der Telefonanlage im Keller wird Schritt für Schritt eine Software.

Android

Das erste Gerät kommt auf den Markt. Aus zwei Systemen wird der Wettlauf, der bis heute läuft.

App Store

Software kauft man nicht mehr im Karton, sondern tippt sie an.

Google Chrome

Ein neuer Browser, der in wenigen Jahren alle anderen überholt.

2009

Windows 7

Nach dem schwierigen Vista das System, das viele Betriebe über ein Jahrzehnt behalten.

WhatsApp

Kurznachrichten ohne SMS-Gebühren. Der Anfang vom Ende der SMS.

Das Angebot kommt aus dem ProgrammHandwerk

Kalkulation, Angebot und Rechnung hängen zusammen statt in drei Dateien zu leben. Wer die Zahlen sauber pflegt, weiß abends, was der Auftrag getragen hat.

Scannen statt ablegenKanzleien

Die eingehende Post wird eingelesen und der digitalen Akte zugeordnet. Damit entsteht die erste Kanzlei, die ohne ihren Server nicht mehr arbeitsfähig ist.

2010

Das iPad

Ein Gerät ohne Tastatur, das niemand angefordert hatte, und das trotzdem eine Kategorie erfand.

LTE startet in Deutschland

Mobiles Internet wird schnell genug, um ernsthaft damit zu arbeiten.

Instagram

Fotos werden zur eigenen Sprache.

Parametrisches EntwerfenPlanung

Mit Grasshopper und Ähnlichem wird die Form zur Regel: Man entwirft nicht mehr das Ergebnis, sondern den Weg dorthin. Eine Änderung rechnet sich durch das ganze Modell.

Projekte werden im Browser verwaltetAgenturen

Aufgaben, Fristen und Rückmeldungen liegen nicht mehr im Postfach, sondern an einer Stelle, die alle sehen. Die Mail hört auf, das Projektwerkzeug zu sein.

2011

Office 365

Microsoft vermietet, was es vorher verkauft hat. Der Beginn des Abo-Zeitalters in der Bürosoftware.

Der Speicher zieht um

Dateien liegen nicht mehr auf dem Rechner, sondern irgendwo. Für Betriebe beginnt damit die Frage, wo genau eigentlich.

Dunkles Büro, ein Bildschirm leuchtet rot mit einem Schlosssymbol
2012 bis 2017

Alles wird angreifbar

Die Vernetzung hat eine Rückseite. In diesen Jahren lernt der Mittelstand Wörter wie Verschlüsselungstrojaner und Sicherheitslücke.

Dreidimensional röntgenPraxen

Die digitale Volumentomographie verbreitet sich. Sie braucht einen eigenen Gerätebereich, mehr Strahlenschutz und deutlich mehr Speicherplatz als ein Einzelbild.

Aufgemessen wird mit dem LaserHandwerk

Der Zollstock bleibt im Auto, die Maße gehen direkt in die Zeichnung. Aus einer Handnotiz wird ein Datensatz, der bis in die Fertigung durchläuft.

Der Aktenschrank wird kleinerKanzleien

Was digital vorliegt, muss nicht mehr in Regalen stehen. Die frei werdende Fläche wird Besprechungsraum, und der Serverschrank bekommt Gesellschaft.

2012

Raspberry Pi

Ein vollwertiger Rechner für 35 Euro. Eine ganze Generation lernt daran das Basteln.

Ultrabooks

Notebooks werden dünn, leise und starten in Sekunden. Möglich macht das die SSD.

Das Rendern über Nacht hört aufPlanung

Visualisierung wird schnell genug, um sie im Gespräch mit dem Bauherrn zu drehen. Für die IT heißt das: kräftige Grafik, viel Arbeitsspeicher und ein Netz, das große Dateien verträgt.

Eurocodes und schärfere EnergieregelnPlanung

Die Bemessungsnormen werden europäisch, die Anforderungen an Hülle und Technik steigen. Rechnen wird zum ständigen Begleiter des Entwerfens.

Die Dateien liegen in der CloudAgenturen

Entwürfe werden geteilt statt verschickt, auch mit dem Kunden. Bequem, und ab diesem Moment eine Frage, wem die Ablage eigentlich gehört.

2013

Snowden

Die Enthüllungen verändern, wie in Deutschland über Daten geredet wird. Der Satz „Hauptsache es funktioniert“ verliert seine Unschuld.

SSD unter einem Euro je Gigabyte

Ab hier lohnt sich der Umstieg auch im Betrieb.

Adobe stellt auf Miete umAgenturen

CS6 bleibt die letzte Kaufversion. Wer gestaltet, zahlt ab jetzt monatlich und braucht dafür eine dauerhafte Internetverbindung.

Abdruck ohne LöffelPraxen

Intraoralscanner und CAD/CAM verändern die Praxis baulich: Scanner am Stuhl, ein Arbeitsplatz zum Konstruieren, oft eine Fräse im eigenen Labor.

2014

Windows XP wird abgeschaltet

Am 8. April endet der Support. Millionen Rechner laufen weiter, ohne je wieder ein Sicherheitsupdate zu bekommen. Für Systemhäuser das Thema des Jahres.

Heartbleed

Eine Lücke in der Verschlüsselung, die fast das halbe Internet betrifft.

Docker

Software wird verpackt wie ein Container. Klingt technisch, verändert aber, wie ganze Rechenzentren gebaut werden.

Der Bestand wird gescanntPlanung

Laserscan und Punktwolke bringen das vorhandene Gebäude maßgenau in den Rechner. Scan-to-BIM macht aus dem Aufmaß am Bau eine Datei, und daraus sehr schnell eine sehr große Datei.

Das elektronische Postfach der BehördenKanzleien

Gerichte und Verwaltung nehmen Schriftsätze elektronisch an. Signaturkarte, Lesegerät und Zertifikat werden zum Arbeitsmittel, mit allem, was daran hängt.

Der Chat löst die interne Mail abAgenturen

Abstimmung läuft in Kanälen statt in Verteilern. Schneller, aber es entsteht ein zweiter Ort, an dem Firmenwissen liegt und gesichert werden will.

2015

Windows 10

Kommt als kostenloses Update und bleibt zehn Jahre.

Die Uhr wird ein Bildschirm

Was am Handgelenk sitzt, ist ab jetzt vernetzt.

Der Bund gibt BIM den FahrplanPlanung

Der Stufenplan Digitales Planen und Bauen macht aus einer Methode eine Ansage. Planung wird ein gemeinsames Modell statt vieler getrennter Zeichnungen.

Die Baustelle wird fotografiertHandwerk

Zustand, Mängel und Fortschritt werden dokumentiert, weil es später niemand mehr genau weiß. Aus Beweisfotos wird eine Datenmenge, die jemand ordnen muss.

2016

Die Erpressungswelle erreicht den Mittelstand

Verschlüsselungstrojaner kommen per Mail, im Anhang, im Rechnungsformat. Zum ersten Mal trifft es reihenweise kleine Betriebe.

Windows Server 2016

Der Nachfolger, der bei vielen bis heute läuft.

Sprachassistenten kommen nach Deutschland

Man redet mit einem Lautsprecher, und er antwortet.

Das beA geht an den StartKanzleien

Das besondere elektronische Anwaltspostfach kommt Ende November. Zunächst freiwillig, und schon da beginnt die Diskussion über Karten, Leser und Zertifikate.

Koordination über Gewerke hinwegPlanung

Architektur, Tragwerk und Haustechnik arbeiten am selben Modell, ausgetauscht über das offene Format IFC. Kollisionen fallen am Bildschirm auf statt auf der Baustelle.

Die Aufbereitung wird ein eigener BereichPraxen

Hygiene und Instrumentenaufbereitung werden zum geplanten Funktionsbereich mit dokumentierten Abläufen. Was dokumentiert wird, muss auch aufbewahrt werden.

Das Lager weiß, was da istHandwerk

Bestände werden gebucht statt geschätzt, Nachbestellungen laufen automatisch. Steht das System, steht die Ausgabe.

Video wird zum ArbeitsmittelAgenturen

Der Termin mit dem Kunden findet auf dem Bildschirm statt. Damit werden Leitung, Mikrofon und ein ruhiger Raum plötzlich zu Berufsausstattung.

2017

WannaCry

Am 12. Mai legt ein Schädling weltweit Rechner lahm. In Deutschland fallen die Anzeigetafeln der Bahn aus. Das Bild geht durch alle Nachrichten und ist bis heute das Sinnbild für den Ernstfall.

NotPetya

Wenige Wochen später kostet ein zweiter Angriff einzelne Konzerne dreistellige Millionenbeträge.

Improvisierter Heimarbeitsplatz mit Notebook, Headset und Webcam
2018 bis 2022

Alles wird Pflicht, und alles wird Homeoffice

Erst kommen die Regeln, dann kommt die Pandemie. Innerhalb weniger Tage zieht das halbe Land an den Küchentisch.

Weniger Klinik, mehr AufenthaltPraxen

Licht, Akustik und Privatsphäre rücken nach vorn. Die Praxis soll nicht mehr wie eine Praxis wirken, und die Technik soll man dabei möglichst nicht sehen.

Vertraulichkeit wird eine IT-FrageKanzleien

Mandantendaten liegen digital, und die Verschwiegenheitspflicht gilt unverändert. Wer Zugriff hat, wer mitliest und wo gesichert wird, ist ab jetzt Berufsrecht.

2018

Die Datenschutz-Grundverordnung

Ab dem 25. Mai gilt sie verbindlich. Kein Gesetz hat den Büroalltag in Deutschland in so kurzer Zeit so verändert.

Meltdown und Spectre

Zwei Lücken, die nicht in einem Programm stecken, sondern im Prozessor selbst.

Aufmaß und Zeiten wandern aufs HandyHandwerk

Was jahrelang auf dem Zettel im Auto lag, wird auf der Baustelle erfasst und ist abends im Büro. Die Frage ist nur noch, ob draußen Netz ist.

Weniger Archiv, mehr ServerPraxen

Die Karteikarte verschwindet, das Regal wird zum Behandlungszimmer. Dafür hängt der Betrieb ab jetzt an Netzwerk, Server und einer Sicherung, die wirklich läuft.

Der Schreibtisch gehört niemandem mehrAgenturen

Feste Plätze weichen freien Flächen, weil ohnehin nie alle da sind. Technisch heißt das: jeder muss sich überall anmelden können und überall seine Daten haben.

2019

5G startet in Deutschland

Die nächste Mobilfunkgeneration geht in den Betrieb.

Windows 7 läuft aus

Das Support-Ende steht fest, und wieder hängen ganze Abteilungen an einem System, das keine Updates mehr bekommt.

Eine große Festplatte

16 TB

Der Konnektor kommt in die PraxisPraxen

Anbindung an die Telematikinfrastruktur, dazu neue Kartenlesegeräte. Wer sich nicht anschloss, bekam weniger Honorar. Für viele Praxen der erste ernsthafte IT-Umbau seit Jahren.

Holzbau, Ökobilanz und KreislaufPlanung

Was ein Gebäude über sein Leben verbraucht und hinterlässt, wird Teil des Entwurfs. Materialien bekommen eine Herkunft und eine Zukunft.

Vom Modell direkt an die MaschineHandwerk

Aufmaß, Zeichnung, Programmierung und Fertigung hängen in einer Kette. Bricht ein Glied, steht nicht ein Arbeitsplatz still, sondern die Produktion.

2020

Über Nacht Homeoffice

Im März zieht das halbe Land an den Küchentisch. Was jahrelang „ginge technisch nicht“ hieß, steht binnen einer Woche.

Videokonferenzen werden Alltag

Aus einem Nischenwerkzeug wird das meistgenutzte Programm im Betrieb.

Apple stellt auf eigene Prozessoren um

Ein Bruch, der die ganze Branche aufhorchen lässt.

BIM wird bei Bundesprojekten verbindlichPlanung

Bei neuen Verkehrsinfrastrukturprojekten des Bundes ist die Methode gesetzt. Wer mitbieten will, muss können, was vorher freiwillig war.

Gestaltung zieht in den BrowserAgenturen

Mehrere Leute arbeiten gleichzeitig an derselben Datei, Kunden schauen live zu. Die Datei auf dem Schreibtischrechner verliert ihre Bedeutung.

Die Kasse braucht eine SicherungHandwerk

Elektronische Kassen brauchen eine technische Sicherheitseinrichtung, dazu kommt die Belegausgabepflicht. Ein Thema, das viele erst kurz vor Schluss angehen.

Das GebäudeenergiegesetzPlanung

Seit November gilt ein gemeinsames Regelwerk statt dreier getrennter. Der Blick geht vom einzelnen Bauteil auf den ganzen Lebenszyklus.

Lüftung, Aerosole, AbstandPraxen

Die Pandemie verändert die Praxis auch baulich. Luftführung und Wartezonen werden geplant statt hingenommen, Termine werden entzerrt und damit zur Softwarefrage.

2021

Die Exchange-Lücke

Im März steht ein ganzes Wochenende lang jedes Systemhaus in Deutschland unter Strom. Wer seinen Mailserver selbst betrieb, war betroffen.

Log4Shell

Kurz vor Weihnachten eine Lücke in einem Baustein, den fast jede Software mitbringt, ohne dass es jemand wusste.

Windows 11

Diesmal mit Hardware-Anforderungen, die viele funktionierende Geräte aussortieren.

Der gelbe Schein wird elektronischPraxen

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung geht ab 2021 digital an die Krankenkasse, verbindlich ab 2023. Dazu kommt der sichere Nachrichtendienst KIM.

Die gemeinsame DatenumgebungPlanung

Pläne liegen nicht mehr auf dem Server im Büro, sondern in einer CDE, auf die alle Beteiligten zugreifen. Aus dem Modell wird nach der Übergabe ein digitaler Zwilling.

Der Mandant kommt per VideoKanzleien

Beratung und Verhandlung finden auf dem Bildschirm statt. Das Einzelbüro bleibt trotzdem, denn ein vertrauliches Gespräch braucht eine Tür.

Der Laserscanner nimmt den Bestand aufHandwerk

Ein Raum wird in Minuten als Punktwolke erfasst statt in Stunden aufgemessen. Die Dateien sind groß, das Netz und die Sicherung müssen mitwachsen.

2022

Aus Baden Sycomp wird BS IT 42

Nach fast zwanzig Jahren geben wir uns einen neuen Namen und einen engeren Fokus: nur noch Geschäftskunden, Betreuung statt Einzelaufträgen. Die 42 kommt von demselben Computer, der siebeneinhalb Millionen Jahre gerechnet hat.

ISDN ist endgültig aus

Zum Jahresende sind die letzten Anschlüsse abgeschaltet. Telefonie läuft ab jetzt über dieselbe Leitung wie alles andere.

ChatGPT

Am 30. November für alle geöffnet. Innerhalb von Wochen redet die ganze Republik darüber.

Blick durch einen Gang zwischen zwei Serverschränken im Rechenzentrum
2023 bis 2026

Alles wird KI

Zum ersten Mal seit dem Smartphone verändert eine Technik den Arbeitsalltag wieder in Monaten statt in Jahren.

Ab jetzt PflichtKanzleien

Seit dem 1. Januar müssen Anwälte elektronisch mit dem Gericht kommunizieren. Fax und Post reichen nicht mehr. Eine Umstellung mit harter Frist.

Scannen, planen, fräsen, druckenPraxen

Der digitale Ablauf schließt sich: vom Scan über die Planung bis zur Fräse oder zum 3D-Drucker. Die Praxis wird zur kleinen Fertigung, mit allem, was daran hängt.

Die Telefonbox zieht einAgenturen

Wo offen gearbeitet wird, braucht es Rückzugsorte für Gespräche und Videokonferenzen. Akustik wird zum Planungsthema, nicht zum Zubehör.

2023

KI landet im Büro

Texte, Zusammenfassungen, Übersetzungen. Zum ersten Mal seit dem Smartphone verändert sich der Arbeitsalltag in Monaten.

Glasfaser kommt in der Fläche an

Was in der Stadt normal war, erreicht nun auch die Ortenau.

Entwürfe aus dem NichtsPlanung

Generative Werkzeuge liefern Varianten und Stimmungsbilder in Minuten. Was früher die erste Woche gekostet hat, ist jetzt der Einstieg ins Gespräch.

Die KI liest den VertragKanzleien

Zusammenfassen, prüfen, vergleichen. Vieles davon geht in Sekunden, und jedes Mal steht die Frage im Raum, wohin der Text dabei geschickt wird.

Die KI gestaltet mitAgenturen

Text, Bild und Video entstehen im Entwurfsgespräch statt danach. Der Engpass ist nicht mehr die Produktion, sondern die Entscheidung.

2024

NIS2

Die europäische Richtlinie zieht deutlich mehr Betriebe in die Pflicht als ihre Vorgängerin. Viele merken erst spät, dass sie dazugehören.

Der Rechner bekommt eine KI-Einheit

Neue Geräte rechnen einen Teil davon selbst, ohne die Wolke.

Das E-Rezept ist PflichtPraxen

Seit dem 1. Januar wird verschreibungspflichtige Medikation elektronisch verordnet. Der rosa Zettel hat ausgedient.

Die KI schaut mit aufs BildPraxen

Bildanalyse, Dokumentation, Terminplanung. Vieles davon läuft im Hintergrund mit, und jedes Mal stellt sich die Frage, wo die Patientendaten dabei landen.

Der Fuhrpark braucht StromHandwerk

Elektrische Transporter bringen Ladepunkte, Lastmanagement und einen größeren Netzanschluss mit. Der Betriebshof wird zur Anlage, die gesteuert werden will.

Das Wissen der Kanzlei wird durchsuchbarKanzleien

Frühere Fälle, Muster und Schriftsätze lassen sich finden statt erinnern. Der Wert steckt dann in der Ablage, und die gehört entsprechend geschützt.

2025

Windows 10 endet

Am 14. Oktober ist Schluss. Der größte Geräteaustausch seit dem Ende von Windows 7.

KI-Kompetenz wird Pflicht

Wer KI im Betrieb einsetzt, muss seine Leute im Umgang damit schulen. Das steht seit Februar in der europäischen KI-Verordnung.

Die E-Rechnung kommt

Seit dem 1. Januar muss jeder Betrieb elektronische Rechnungen empfangen und aufbewahren können. Das Ausstellen folgt gestaffelt bis 2028. Es gibt kaum eine Regel, die so viele auf einmal betrifft.

Die elektronische Patientenakte für allePraxen

Sie wird angelegt, wenn niemand widerspricht. Praxen müssen sie befüllen und lesen können, und das im laufenden Betrieb.

KI trifft auf das ModellPlanung

Varianten werden automatisch erzeugt und gegen Regeln geprüft, von der Abstandsfläche bis zum Brandschutz. Der Rechner nimmt die Prüfarbeit ab, die Entscheidung bleibt.

Die Kalkulation bekommt UnterstützungHandwerk

Aufmaßauswertung, Materialplanung und Angebotstexte laufen vorbereitet durch. Der Meister prüft und entscheidet, statt zu tippen.

Das Büro wird zum TreffpunktAgenturen

Gearbeitet wird überall, zusammengekommen wird für Werkstatt, Übergabe und Team. Die Fläche verschiebt sich von Arbeitsplätzen zu Räumen, in denen etwas entsteht.

2026

Und heute

Eine einzelne Festplatte fasst 36 Terabyte, das ist das Hundertvierzigfache von 2003. Die Leitung ins Haus ist tausendmal schneller. Und die häufigste Ursache für einen Schaden ist immer noch dieselbe: jemand klickt auf den falschen Anhang.

Eine große Festplatte

36 TB

Der Betrieb hängt am NetzKanzleien

Akte, Fristen, Post und Recherche laufen digital. Ein Ausfall ist keine Störung mehr, sondern ein Arbeitsausfall, und genau daran misst sich die IT.

Der Betrieb ist eine AnlageHandwerk

Warenwirtschaft, Fertigung, Logistik und Energie hängen zusammen und reden miteinander. Wer das betreibt, betreibt keine Bürorechner mehr.

Und was ist geblieben

Dreiundzwanzig Jahre,
eine unveränderte Frage.

Die Geräte auf dieser Seite sind längst Sperrmüll. Die Frage dahinter ist dieselbe geblieben: Läuft es, und weiß jemand Bescheid, wenn nicht?

Wir haben in dieser Zeit Röhrenmonitore abgeholt, Bandlaufwerke gewechselt, ISDN-Anlagen ausgebaut und Serverräume leergeräumt, weil alles in die Wolke ging. Was als Nächstes kommt, wissen wir auch nicht. Aber wir werden wieder da sein.

Von 2003 bis heute
Eine große Festplatte 250 GB → 36 TB
Internet ins Haus 1 → 1000 Mbit
Postfach beim Anbieter 10 MB → ohne Grenze
Häufigste Schadensursache unverändert